Albatrosse über dem Thuner See

Vereinsausflug vom 21.-28.05.2022 nach Beatenberg, Schweiz.

Die Albatrosse machten sich am Samstagvormittag in kleinen Gruppen auf den Weg in die Schweiz. Die Anreise über die A5 nach Basel und weiter Richtung Bern verlief problemlos und Stau frei . Nach rund 6 Stunden erreichten die Fahrzeuge das Amisbühl in Beatenberg über dem Thuner See.

Sonntagmorgen. Endlich ging es los. Das Wetter war zwar nicht perfekt, aber für eine Flugwoche ausreichend. Direkt nach dem Frühstück machten sich alle Albatrosse auf den Weg zum Startplatz Amisbühl, der wenige Meter vom Haus entfernt war. Die zahlreichen Drachenflieger und Tandem-Piloten überraschten uns an diesem Sonntagmorgen am vollen Startplatz. Doch die Angst war unbegründet, denn innerhalb weniger Minuten lehrte sich die perfekte Startwiese, so dass alle schnell in der Luft waren. Die fehlende Thermik war für die ersten Flüge nicht schlimm. So konnten wir 2-3 ruhige Abgleiter ins Tal machen und uns mit dem Gelände vertraut machen. Nachdem wir bereits vor dem Frühstück Fahrzeuge am Landeplatz postiert hatten, konnten wir auch ohne großen Zeitverlust mit unserem Shuttle-Service gleich wieder nach oben fahren. Das System bewährte sich, zumal sich wechselweise ein Fahrer fand, der die Gruppe am Landeplatz abholte.

Nach den gestrigen Flügen war die Wetterprognose für den Montag eigentlich nicht schlecht. Es war insgesamt leicht bewölkt, und wie wir feststellen mussten, dann doch auch recht böig. Die Bedingungen waren vor allem am Landeplatz sehr wechselhaft, so dass die meisten Pilot*Innen nur einen Flug am Vormittag machten und sich für den Rest des Tages andere Unterhaltungsmöglichkeiten suchten. Eine Besichtigung von Interlaken, wandern oder die Aussicht von unserer Unterkunft genießen, waren einige der vielen Optionen.

Der Dienstag stand ganz im Zeichen von Sightseeing und Erkundungen, da die Wettervorhersage mit leichtem Nieselregen und Bewölkung fliegen nicht in Aussicht stellten. So fanden sich kleine Gruppen, die sich zum Wandern auf den Weg machten und die Beatushöhlen oder das nahe gelegene Niederhorn erkundeten. Selbstverständlich durfte die Besichtigung von Interlaken dabei nicht fehlen. Wie jeden Abend war gegen 18 Uhr in der großen Küche unseres Ferienheimes ein Get-together, um das Abendessen oder Frühstück vorzubereiten. Ob Gemüse schneiden, Fleisch braten, Tisch decken, Kuchen backen oder spülen – es gab für jeden etwas zu tun, damit das Buffet für die kulinarische Versorgung entstehen konnte. Dieses, ebenso wie das Frühstück, konnten wir im Essensraum mit Blick auf die einzigartige Bergwelt der Berner Alpen genießen.

Nachdem wir den Startplatz direkt am Haus ausreichend getestet hatten, fuhren wir zum Startplatz Hohwald, um nochmal 200 Höhenmeter zu gewinnen. Hier starten vor allem die Tandem-Gleitschirme mit ihren Passagieren. Die großzügige Startwiese erlaubt eine Massenabfertigung von fast unbegrenzter Anzahl an Schirmen in kürzester Zeit.  Der Start auf 1.600 m, und die thermischen Unterstützung, ermöglichte dann auch den Überflug unserer Unterkunft. Zusätzlich eröffnete sich ein tolles Panorama über die Bergwelt des Thuner Sees.

Nachdem das Wetter an den ersten Tagen eher bedeckt war, ist es an Christi Himmelfahrt ganz nach dem Geschmack der Albatrosse. Bereits um 8 Uhr trafen sich Alle zum Frühstück, um genügend Flexibilität zum Fliegen zu haben.

Der Wetterbericht prognostizierte unterschiedliche Flugmöglichkeiten, so dass wir bereits ab 10 Uhr auf den Startplätzen standen. Die Thermik belohnte uns für das frühe Aufstehen und die Flugzeiten verlängerten sich heute deutlich. Zufrieden genossen wir, wir jeden Nachmittag Kaffee und selbstgebackenen Kuchen auf der Wiese vor unserem Haus.

Am vorletzten Tag stand das Highlight der Flugwoche auf dem Programm. Bereits sehr früh machten wir uns auf den Weg in das 30 km entfernte Grindelwand, dem Ort unterhalb von Eiger, Mönch und Jungfrau. Nach der Besichtigung des anspruchsvollen Landeplatzes ging es mit der Seilbahn hinauf zum First auf 2.200 m, um den atemberaubenden Ausblick auf das Dreigestirn der Schweitzer Bergwelt zu genießen. Den Flug, und vor allem die beeindruckenden Ausblicke, werden die Pilot*Innen nicht vergessen. Bei den ruppigen Windverhältnissen landeten fast alle nach einer knappen halben Stunde im Tal. Lediglich 2 Schirme machten sich auf den Weg ins 20 km entfernte Interlaken.

Der Samstag stand im Zeichen von Aufräumen und und der Heimreise. Im Gegensatz zur Hinfahrt, machten sich nicht alle Fahrzeuge auf den Weg zurück an den Untermain. Einige der Beatenberg-Flieger verlängerten für ein paar Tage den Flugurlaub in Frankreich.

Die Heimfahrer erreichten am späten Nachmittag Aschaffenburg und freuten sich bereits auf die nächsten Flüge auf dem Schleppgelände in Nilkheim.