Rettungsgerätewerfen im Februar 2019

   

Bei der Fliegerei ist es wichtig, auf den Notfall vorbereitet zu sein. Die notwendigen Maßnahmen müssen schnell und gekonnt ausgeführt werden. Aus diesem Grund haben sich Pilotinnen und Piloten des Albatros Gleitsegelclubs Aschaffenburg e.V. Anfang Februar in der Turnhalle des Friedrich Dessauer Gymnasiums zu einem Sicherheitstraining eingefunden.

Ein Gleitschirm ist ein Fluggerät, das seine Flugfläche und sein Flugprofil erst beim Start durch die in die Kammern des Gleitschirms eintretende Luft aufbaut. Es ist ein herrliches Gefühl mit dem Gleitschirm durch die Luft zu schweben. Mit der aufstrebenden Luft – der Thermik – kann man sich dabei immer weiter in die Höhe bewegen und die Landschaft aus der Vogelperspektive anschauen. Jedoch kann es durch heftige Turbulenzen in der Luft auch dazu kommen, dass der Gleitschirm einmal großflächig einklappt.

Für den Fall, dass er in solchen Situationen außer Kontrolle und in eine gefährliche Flugfigur gerät, die nicht mehr ausgeleitet werden kann, üben die Piloten das Werfen ihres Rettungsschirmes. Hierbei wird der Notfall möglichst realitätsnah durch aufschaukeln und verdrehen des mit seinem Gurtzeug an den Turnhallenringen eingehängten Piloten nachgestellt. Neben dem Übungseffekt, der sich für die Pilotinnen und Piloten dadurch ergibt, wird durch dieses Training auch die Funktionsfähigkeit der Rettungsschirme in regelmäßigen Abständen überprüft. Anschließend müssen diese dann sorgfältig gepackt und in das Gurtzeug eingebaut werden, damit sie für den Ernstfall wieder einsatzfähig sind.

Bei dem zumindest aus Fliegersicht herrlichen Wetter im vergangenen Jahr konnten auf den Mainwiesen viele schöne Flüge durchgeführt werden. Glücklicherweise haben die Pilotinnen und Piloten des Albatros Gleitsegelclubs dabei ihre Rettungsschirme nicht einsetzen müssen.

Die Akteure hoffen natürlich, dass sich in 2019 ähnlich gute Flugbedingungen einstellen. Am letzten Wochenende im März (30./31.) ist für Windenschleppneulinge ein Windenschleppkurs auf den Nilkheimer Mainwiesen geplant.

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