GSW-Winde auf der Zielgeraden!
Dies war in den letzten Jahren bereits abzusehen. Unsere treue Hydraulikwinde ist in die Jahre gekommen und musste immer häufiger gepflegt werden. Oft reichte ein Ölwechsel, etwas Fett oder der Austausch eines Verschleißteils. Doch der Aufwand, sie wieder schlepptauglich zu machen, wurde immer größer. Undefinierte Geräusche und Leistungsverlust waren oft die Symptome. Zahlreiche fachkundige Hände waren nötig, um den Schleppbetrieb zu ermöglichen und die „Hydro“ immer wieder fit zu machen. Wenn es ganz eng wurde, musste sogar die „Adelwart“ aus ihrem Dornröschenschlaf geholt werden, um als Winde der ersten Stunde noch ein paar Schlepps zu machen. Jeder Eigenheimbesitzer kennt das von seiner Heizung, jeder Autofahrer von seinem Fahrzeug. Die Unsicherheit, ob bei der nächsten Fahrt alles funktioniert, schwingt immer mit. Dazu kommen die Kosten und der zeitliche Aufwand der Vereinsschrauber.
Entscheidung gefallen
So reifte der Gedanke, dass sich der Verein nach einer zukunftsorientierten Alternative umschauen sollte, die ihm neue Möglichkeiten eröffnen und ihn voranbringen würde. Das Thema Elektroantrieb schwirrte dabei schon seit Jahren in den Köpfen einiger technikaffiner Albatrosse herum. Es wurde eine erste private Eigenbauentwicklung gestartet, bei der wichtige Erfahrungen gesammelt wurden. Ebenso erfolgten bereits erste Schleppversuche, deren Erkenntnisse nun analysiert und umgesetzt werden müssen.
Bereits im Jahr 2024 begann die Suche nach einer Lösung für den Verein. Um zu vermeiden, dass über 100 Vereinsmitglieder nicht mehr geschleppt werden können, wurden Alternativen diskutiert und bewertet. Im Rahmen von Vorstandssitzungen wurden technische, ökologische und finanzielle Aspekte konkretisiert, die im Herbst in eine Entscheidung mündeten. Die Wahl fiel auf einen Bausatz von Sönke Gehrke, die GSW-1500-2, eine sehr gute Mischung aus finanziellem Aufwand und Eigenanteil, um eine neue, moderne E-Winde zu erhalten.
Der Bausatz wurde bereits von einigen Vereinen gebaut, sodass es eine Community gibt, die sich in den unterschiedlichen Bauphasen gegenseitig mit Tipps unterstützt.
Meilensteine des Projektes
Januar 2026: Nach der „Rekrutierung“ des Bauteams fand Anfang Januar das Kick-off in einer Garage statt, die für die Bauzeit zur Verfügung steht. Ziel des Kickoffs war das gegenseitige Kennenlernen, die Abstimmung der Kompetenzen und die Zuordnung der Aufgaben, ebenso wie die Bewertung des Bauplans und die Bestellung der benötigten Bauteile.
Februar 2026: Die meisten der bestellten Teile sind bereits eingetroffen. Der Hänger und der überwiegende Teil der notwendigen Bauteile, einschließlich der Antriebsmotoren und Controller, sind vorhanden. Ebenso ist der Akkupack fertiggestellt. Der Schaltschrank ist bereits in Arbeit, sodass das Projekt in vollem Gange ist. Als weitere Teilaufgabe wird derzeit der Windenrahmen bearbeitet. Da hierfür alle Komponenten vorhanden sind, kann er in nächster Zeit auf den Hänger montiert werden. Anschließend wartet das Bauteam darauf, dass GSW die bestellten Bauteile liefert, damit es nahtlos weitergehen kann.
März 2026:
Im März standen die Materialbeschaffung und die Montage im Mittelpunkt. Zunächst wurde der Windenrahmen montiert und auf dem Hänger befestigt. Anschließend konnten die elektrischen Komponenten beschafft und fachgerecht verbaut werden, bevor die mechanischen Bauteile an der Reihe waren. Die Trommeln für die Seile zählen zu den Herzstücken einer Winde. Hier mussten sie geschnitten, gefräst und gebohrt werden, damit sie auf den Wellen verbaut werden konnten. Anschließend wurden sie ausgewuchtet und nach kleineren Nacharbeiten war die Montage abgeschlossen.
April 2026
Die Arbeiten nehmen Formen an und man spürt, dass es auf die Zielgerade geht. Wenige Handgriffe sind nur noch nötig, dann erfolgt der Jungfernstart. Sie läuft zum ersten Mal und die Erleichterung in dem Team ist groß. Mit Motivation geht es an die Feinheiten. Eine Husse für den Sitz, die Schalthebel, u.a.
Ein wichtiger wirtschaftlicher Aspekt macht schnell die Runde: die maximale Fördersumme, fast 3.000 €, des DHV wir bestätigt und trifft nach wenigen Tagen auf dem Vereinskonto ein. In Kombination mit den umsichtigen Preisvergleichen für alle Bauteile, sieht die Gesamtbilanz zur Finanzierung der GSW-Winde klasse aus, so dass wir hinter der geplanten Summe liegen.
Es erfolgt die erste Termin-Abstimmung mit dem Hersteller des Windenbausatzes, der die Winde einmalig abnehmen muss. Sein Bausatz hat eine Musterzulassung des DHV, so dass er jetzt alle Abkömmlinge seines Bausatzes prüfen und attestieren muss. Geplant ist Mitte Mai. Also noch genügend Zeit, um den Anhänger zum TÜV zu fahren und die benötigte Zulassung zu bekommen.
Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die das Projekt in der Werkstatt oder durch unterschiedliche Zuarbeiten unterstützen.
Schaut immer mal wieder auf unserer Homepage vorbei, wo wir Euch auf dem Laufenden halten werden.
Lieferant des Bausatzes: https://gsw-windenbau.de/