, Andreas Werner

Zwei erfolgreiche Wochen auf dem Flugplatz Zellhausen – Begeisterung für die neue Elektrowinde

Auch in diesem Sommer hieß es wieder: Zwei Wochen Flugbetrieb auf dem Flugplatz des LSV Seligenstadt-Zellhausen!

Wie in jedem Jahr wurden zunächst unsere beiden Schleppwinden, das Quad und das Begleitfahrzeug nach Zellhausen transportiert, um optimale Voraussetzungen für den Flugbetrieb zu schaffen. Der Start in die Flugwochen verlief allerdings etwas holprig. Das Wetter machte den Piloten zunächst einen Strich durch die Rechnung, sodass sich die ersten Flüge um einige Tage verschieben mussten. Doch die Geduld sollte sich auszahlen.

Nach drei Tagen konnte der Schleppbetrieb endlich beginnen. Im Mittelpunkt stand dabei unsere neue Elektrowinde, mit der sich Windenfahrer und Piloten zunächst vertraut machen mussten. Die anfängliche Skepsis war jedoch schnell verflogen. Bereits nach wenigen Schlepps zeigte sich, dass die Umstellung deutlich einfacher verlief als erwartet.

Die Vorteile der neuen Technik waren sofort spürbar: Die Elektrowinde arbeitet leiser, flexibler und sorgt für einen besonders harmonischen Schleppvorgang. Sowohl die Windenfahrer als auch die Piloten waren von Beginn an begeistert. Die ruhigen Wetterbedingungen wurden intensiv genutzt, sodass zahlreiche Schlepps auch ohne thermische Unterstützung durchgeführt werden konnten. "Wilma", so der neue Name unserer E-Winde, konnte vollends überzeugen.

Mit jedem Tag entwickelte sich das Wetter weiter zum Besseren. Schon bald waren ausgedehnte Flüge über Zellhausen möglich. Die ersten Piloten gingen auf Strecke und nutzten die hervorragende Schlepphöhe, die durch die außergewöhnlich lange Schleppstrecke erreicht werden konnte. So führten die Flüge unter anderem nach Groß-Umstadt, Obernburg und die Nachbarorte auf der anderen Mainseite. Neben den Albatros-Piloten waren an den meisten Tagen auch zahlreiche Gastflieger dabei, die das hervorragende Schleppgelände und die angenehme Atmosphäre genossen.

Einsatz für die "Adelwarth"

Natürlich blieb auch in diesem Jahr eine kleine technische Herausforderung nicht aus. Aufgrund einer Störung an der neuen Elektrowinde musste zeitweise wieder unsere inzwischen 33 Jahre alte „Adelwarth“ einspringen. Beeindruckend zeigte sich dabei erneut ihre Zuverlässigkeit: Trotz ihres hohen Alters verrichtete sie ihren Dienst ohne Probleme und sorgte dafür, dass der Flugbetrieb nahezu ohne Unterbrechung fortgesetzt werden konnte.

Am Ende konnten alle Beteiligten auf zwei rundum gelungene Wochen zurückblicken. Rund 150 Schlepps wurden durchgeführt – ein Ergebnis, mit dem Piloten und Windenfahrer gleichermaßen sehr zufrieden waren. Nach zwei intensiven, kameradschaftlichen und fliegerisch erfolgreichen Wochen hieß es schließlich wieder abbauen, verladen und zurück nach Aschaffenburg. Gleichzeitig kehrten auch die Segelfliegerfreunde von ihrem Fliegerlager zurück.

Die Flugwochen in Zellhausen haben einmal mehr gezeigt, wie viel Freude gemeinsamer Flugbetrieb bereitet – und dass die Zukunft mit der neuen Elektrowinde bereits begonnen hat.