, Andreas Werner

Albatrosse im Engelberger Tal

In diesem Jahr ging unser Schweizer Vereinsausflug zum ersten Mal ins Engelbergertal. Unter der bewährten Leitung von Elisabeth und Christoph Thalmann wurde dieses neue Ziel für unseren zweiten Vereinsausflug in diesem Jahr ausgewählt.

Wie üblich war Treffpunkt samstags in unserem Ferienhaus, wobei sich die ersten bereits ein bis zwei Tage vorher auf den Weg in die Alpen machten. Da die Sommerferien in allen Bundesländern zeitgleich stattfanden, war die Anreise dementsprechend ausgefallen. Egal, ob die Anreise über Basel oder Lörrach erfolgte, kam es spätestens bei der Einreise in die Schweiz zu Staus und Verzögerungen.
Nichtsdestotrotz trafen im Laufe des Tages alle Teilnehmer im Engelbergertal ein und konnten sogar am Nachmittag noch die ersten Flüge absolvieren. Der große Vorteil unserer Unterkunft war die ideale Lage: Sie befand sich direkt am Landeplatz und nur 200 m von der Brunni-Seilbahn entfernt.

Die Thermik war traumhaft
Bereits am zweiten Tag waren die thermischen Bedingungen so gut, dass die ersten Piloten auf Strecke gingen und die fliegerischen Möglichkeiten des Tals nutzten. An den folgenden Tagen sah es dann immer wieder so aus, als würde es nachmittags zu ersten Gewittern kommen. Aber ähnlich wie zu Hause verschwanden die Vorhersagen dann wieder vom Wetterradar und es blieb die ganze Woche über fast ausschließlich trocken und fliegbar. Nicht nur am nächsten Tag, sondern auch am übernächsten Tag und dem darauffolgenden Tag usw., bis wir wieder abreisten. Erst dann deutete sich ein Wetterwechsel von „Top” auf „kaum fliegbar” an.
Der fliegerische Höhepunkt war der letzte Flugtag, an dem gleich mehrere Strecken- und Höhenrekorde gebrochen wurden oder zumindest Top-Flüge mit Blick entlang des gesamten Tals gemacht wurden. Flüge zum Brienzer See bei Interlaken oder über den Titlis waren nur zwei dieser Höhepunkte.

Alternativen zum Gleitschirmfliegen
Neben dem Fliegen gab es in der Zeit dazwischen aber ausreichend Angebote für die Nicht-Piloten, um sich die Zeit zu vertreiben. An erster Stelle stand das Wandern. Unser Ferienhaus lag im Engelbergertal auf über 1.000 m Höhe nahe am Waldrand, sodass man direkt starten konnte. Alternativ konnte man mit dem ÖPNV das Tal erkunden. Zu Fuß war das fast 1.000 Jahre alte Kloster zu erreichen, in dem man den Kräutergarten besichtigen, an einer Klosterführung teilnehmen oder einen Käseworkshop besuchen konnte.
Der Ort selbst hat zahlreiche Cafés und Restaurants, sodass man sich auch hier vom Fliegen oder Wandern erholen konnte. Wer nicht zu Fuß unterwegs war, konnte einen der ausgeschilderten Radwege oder einen der zahlreichen Mountainbike-Trails fahren.
Und für die ganz Mutigen gab es unweit der Startplätze auch einen anspruchsvollen Klettersteig, der bezwungen werden konnte.

Beim Helfen waren alle dabei
Ein Punkt war im Selbstversorgerhaus immer wieder Thema: das Vorbereiten, Kochen, Tischdecken, Abräumen und Spülen der Mahlzeiten. Wer nicht schnell genug merkte, dass es in der Küche klapperte, bekam keinen Job mehr zugewiesen. Im Weg herumstehen und warten, ob sich noch etwas ad hoc ergibt, war die einzige Chance, sich an den Gemeinschaftsarbeiten zu beteiligen. Erst nach einigen Tagen hatte sich eingespielt, dass die Aufgabenverteilung bekannt war und man sich nicht vergeblich anbot. Gemeinsam waren alle Arbeiten so schnell erledigt und alle hatten Spaß dabei.

Vielen Dank dem Organisationsteam
Es waren Franzi, Elisabeth und Christoph, die alles organisierten. Vor allem hatten sie die Koordination der Aufgaben im Haus und in der Küche in der Hand. 
Dankeschön von allen 16, die davon profitierten, aber selbst auch immer aktiv unterstützen und so das Essen zum Gemeinschaftserlebnis wurde.

Die Planungen für 2027 beginnen in den nächsten Tagen
Die erste Frage ist, ob es wieder nach Beatenberg oder gleich nochmal ins Engelbergertal geht. Wir würden dann eine Woche Ende August oder Anfang September reservieren und das Interesse abfragen. Bei ausreichend Zusagen erfolgt die Entscheidung, ob der Ausflug stattfindet oder nicht.
Mehr Infos dazu in Kürze.